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finance-cafe.net

Stratege und Interimsmanager Alexander Neumayer über Trends, Strategien, Innovationen und Produkte sowie relevante Technologien für Banken, Versicherungen und Finanzdienstleister.

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Erste Bank: Spar-Apps kommen gut an

In meinem letztwöchigen Beitrag habe ich darauf hingewiesen, dass das Nutzererlebnis von Bankprodukten und Bankdienstleistungen in Zukunft enorm wichtig sein wird und die Basis für eine Emotionalisierung darstellen wird. Dazu passend hat die Erste Bank kürzlich einige Facts über die 2012 gelaunchten Services Rundungsparen und Impulssparen veröffentlicht.

Die Erste Bank und natürlich auch die Sparkassen geben aktuell in Österreich den Ton an, was neue Ideen zur Steigerung des Nutzererlebnisses betrifft. Die Positionierung des “modernsten Kontos Österreichs” wird zunehmend durch neue Services untermauert und wie erste veröffentlichte Zahlen zeigen, treffen diese auf Interesse. Read more +

Coole Bankprodukte: ein Widerspruch?

Heute möchte ich auf einen Beitrag meines Berater- und Blogger-Kollegen Hansjörg Leichsenring Bezug nehmen, in dem er die Frage aufgriff, warum Telefone sexy seien und Bankprodukte nicht?

Link zum Bank-Blog: Warum sind Handys sexy und Bankprodukte nicht?

Nicht zuletzt weil mich beide Branchen faszinieren und ich in beiden Projekterfahrung habe, möchte ich ein paar ergänzende Gedanken zu dem Thema beisteuern. Read more +

Banking?

Manches von dem Feedback von Bankkunden, das ich in diesem Jahr in einigen meiner Projekte einsammelte, lässt mich seither nachdenken. Nachdenken über die Rolle des Banking und der Bank an sich. Ich glaube, dass wir da mitten in einem dramatischen Wandeln stecken.

Die Geister, die man rief…

Kunden wurden einst ins Onlinebanking gedrängt. Kosteneinsparungen waren die Devise. Kunden sollten sich im Internet einfache Tätigkeiten selbst erledigen können und damit die Filialen (und zum Teil Callcenter) entlasten. Heute sagen immer mehr, sie benötigen eigentlich keine Bank (im eigentlichen Sinn). Was heute mehr als die Hälfte der Kunden üblicherweise von ihrer Bank sehen, sind ein paar Masken auf mehr oder weniger guten Webseiten. Viele haben nur noch Kontakt mit dem Onlinebanking und sind der Meinung, die Arbeit selbst zu erledigen. Das ist (außer im Bezug auf die Kritik der dennoch entstehenden Kontokosten) gar nicht böse gemeint. Heute wollen die meisten Leute tatsächlich lieber alles online selber machen und von der Organisation hinter den Web-Masken möglichst in Ruhe gelassen werden. Read more +

Aus für den AWD. Aus für das Geschäftsmodell?

Swiss Life hat letzte Woche bekannt gegeben, dass die Marke AWD im Frühjahr durch “Swiss Life Select” abgelöst wird. Meiner Meinung nach ein weiterer Schritt im Niedergang des einstiegen Primus der unabhängigen Finanzberater.

Bis zur Beginn der Finanzkrise im Jahr 2008 waren die sogenannten “unabhängigen Finanzberater” ein stetig wachsender Vertriebskanal für Finanzprodukte. Ich selbst machte von 2005 bis 2008 immer wieder, zum Teil sehr umfangreiche Branchenstudien, in denen ich den Aufschwung und die Gründe dafür analysierte und belegte. Auffallend war damals, dass Banken und Versicherungen zwar (großteils) als Produktgeber fungierten, aber andererseits zu Recht aus strategischen Gründen besorgt waren. Immerhin ging’s um die Herrschaft der Kundenbeziehung. Doch man war in Banken- und Versicherungskreisen ziemlich ratlos, was man gegen AWD und Co. tun kann. Read more +

Bankenimage

In diesem Jahr habe ich wieder eine Reihe von Projekten durchgeführt, in denen Kundenbefragungen dazu dienten, die Kundenpräferenzen und Zahlungsbereitschaften für Bankprodukte zu ermitteln. Dabei habe ich vielfach ein verheerendes Image der Banken feststellen müssen. Welche beispielhaften Konsequenzen resultieren nun daraus?

Okay. Das ist keine große Überraschung nachdem was in den letzten Jahren so alles passiert ist. Dass Image und Vertrauen am Boden sind, kann natürlich erwartet werden. Auf der anderen Seite gehen heimische Filialbanken davon aus, dass der ganz große Zorn nicht an sie gerichtet ist, sondern an die großen, internationalen Investmentbanken. Interessant ist jedenfalls ein genauerer Blick auf einige Konsequenzen. Read more +

airberlin/Niki Visakarte

Es kommt Bewegung in den österreichischen Kreditkartenmarkt. Nach A1 vor etwa 2 Jahren bringt nun airberlin/NIKI eine Kreditkarte mit Punktesammelfunktion für Österreicher. Aber wer braucht sowas eigentlich? Und wie fair ist so ein Produkt?

Prinzipiell ist ja nichts dagegen einzuwenden. Kunden bezahlen mit der Kreditkarte, die Bank verdient mit den Merchant-Disagios gutes Geld und der Kunde bekommt einen Teil davon in Form von Treuepunkten retour. Kauft man gezielt mit der Karte ein, dann hat man vielleicht irgendwann mal einen Gratisflug beisammen, während man mit anderen Karten leer ausgeht. Auf der anderen Seite der Medaille steht jedoch der Kartenpreis. Mit mehr oder weniger nützlichen Versicherungsfunktionen und sonstigen Vorteilen der sonstigen topbonus-Karten sind bei airberlin/NIKI für die Kreditkarte immerhin fast 70 Euro pro Jahr zu berappen. Für eine Kreditkarte! Read more +

250 Mio. Euro um die eigenen Kunden zu erreichen?

Eine Viertelmilliarde Euro geben Österreichs Finanzunternehmen jährlich für Werbung in Massenmedien aus. Jährlich wechseln aber zum Beispiel nur etwas mehr als 100.000 Österreicher ihre Hausbank.

Kommuniziert man also tatsächlich via TV, Rundfunk und  Print nur mit den eigenen Kunden? Die geringe Anzahl an Bankwechslern ist ein eindeutiges Indiz dafür. Aber warum tut man das?

Dabei muß man zusätzlich berücksichtigten, daß die meisten Bankwechsler gar nicht wechseln, weil sie in der Werbung auf besonders tolle Angebote einer anderen Bank hingewiesen werden. Wie eine entsprechende Fragenbatterie in einer meiner Studien zeigt, liegen zwar die Kosten bei den Wechselgründen in Front, in Summe domminieren bei den Gründen aber eher qualitative Faktoren. So erfolgen Bankwechsel oft wegen mangelder oder schlechter Betreuung, wegen unfreundlichen Mitarbeitern und unbefriedegender Behandlung, wegen dem Wechsel des Wohn- oder Arbeitsorts oder wegen der persönlichen Bekanntschaft mit einem Mitarbeiter einer anderen Bank. Der Einfluß von Werbung ist also überschaubar. Read more +

Produkte entwickeln, Produktbestandteile und Preise optimieren

Wie zuletzt angekündigt möchte ich heute einen Überblick über meine Methodik zur Entwicklung und Optimierung von Produkten und deren  Preisen geben, da ich mich in Beiträgen immer wieder auf Erkenntnisse aus solchen Projekten berufe.

In meiner Methodik geht es um Ertragssteigerung durch Analyse von Kundenpräferenzen und Zahlungsbereitschaften sowie Simulation des Absatz- und Markterfolgs für optimierte Produktangebote und deren Produkteigenschaften und Preise. Während in traditionellen Produktentwicklungsprozessen Produktideen zunächst mehr oder weniger konkret ausgearbeitet und anschließend – wenn überhaupt – durch Produkttest getestet werden, drehe ich dies mit meiner KAPSS-Methodik um: ich analysiere zunächst die Kundenpräferenzen und Zahlungsbereitschaften und kann mit den gewonnenen Daten beliebige Produktideen und Pricing-Varianten für den maximalen Markterfolg simulieren. So lange, bis ich das optimale Produkt aus Sicht der Kundenattraktivität, als auch aus Ertragssicht gefunden haben! Klingt doch gut, oder? Read more +

SB-Zonen vor dem Ende?

In den letzten 20 Jahren haben Banken viel Geld in Selbstbedienungsgeräte investiert. Viel hat man sich erwartet, aber ist alles so eingetreten? Und wohin führt der Weg in der Zukunft? Braucht es überhaupt noch SB-Geräte?

Kaum jemand stellt SB-Zonen heute in Frage. Architekten und Automatenhersteller verdienten gutes Geld. Die IT-Abteilung ist beschäftigt. Sicherheitsfirmen reiben sich die Hände. Und Filialleiter bzw. Geschäftsleiter von Regionalbanken sind stolz auf den Umbau und die Modernisierung ihrer Filialen, in denen SB-Zonen in den verschiedensten Formen die wichtigsten Elemente einer Filiale zu sein scheinen.

Ich selbst kann mich nicht erinnern, wann ich das letzte Mal ein anderes Gerät als einen Geldautomaten benötigt habe.  Kontoauszugsdrucker? Überweisungsautomat? Geldeinzahlungsautomat? Und so geht es nicht nur mir, sondern laut eigener Studienergebnisse rund 40% der Bankkunden, die angeben, SB-Geräte nicht zu nutzen (der GAA sei jetzt mal ausgenommen). Read more +

Das Internet ist der wichtigste Zugangskanal zum Bankkonto

Nachdem ich nun ein neues Softwaretool für meine Projekte und Studien zur Produktentwicklung und Produkt-/Preisoptimierung verwende, habe ich mich wieder mit den Daten einer meiner früheren Gehaltskontostudien beschäftigt. Mit interessanten, neuen Einsichten.

Ok. Daß das Internet-Banking heute nicht mehr wegzudenken ist, ist klar. Da braucht es keine Studie und das wäre auch keine neue Erkenntnis. Aber das mittlerweile alle Nachfragesegmente im Internetkanal den wichtigsten Zugangsweg zum eigenen Bankkonto sehen, das hätte ich so nicht erwartet. Read more +